Wiederauferstehung der Iffezheimer Fasnacht

Wiederauferstehung der Iffezheimer Fasnacht

Dass die Iffezheimer schon seit über 270 Jahren die lustige "Fünfte Jahreszeit" kennen, in welcher Form auch immer, belegt eine Urkunde aus dem Jahre 1724, in welcher der damalige Schultheiß von "Iffitzheimb", Ulrich Schneider, von einer "Glück seligen Faßenacht" spricht. Fasnacht oder Karneval in der heutigen "rheinischen Art" feiern die "Rennböck" mit ihren Gästen seit nunmehr 30 Jahren.

"Iffezheimer Fasnacht wieder zum Leben erwacht", schrieb im Januar 1975 die Presse in großen Lettern. Durch die Initiative von Richard Stößer, damaliger 1. Vorsitzender des Fanfarenzuges, fand in der Festhalle am 12. Januar 1975 nach einer 22jährigen Unterbrechung erstmals wieder eine Fasnachtssitzung statt.

Man darf es wohl als Zahlenspiel betrachten, dass auf den Tag genau 22 Jahre zuvor letztmals im Renndorf eine ähnliche Fasnachtsveranstaltung in kleinem Rahmen stattgefunden hat, dass 1986 ebenso auf den Tag genau das 11jährige Bestehen des ICC gefeiert wurde und dass wir Iffzer Fasnächtler wiederum auf den Tag genau 1997 unser 22jähriges Jubiläum feierten.

Veranstalter der ersten Prunk- und Fremdensitzung war der Fanfarenzug Iffezheim. Am 3.11.1974, nur sehr kurz vor Beginn der neuen '75er Fasnachtskampagne, wurde im Iffezheimer Gasthaus "Zum Anker" der karnevalistische Start beschlossen und der irgendwann am Biertisch ausgebrüteten Idee konkrete Gestalt verliehen.

Die vielfältigen Beziehungen durch die Auftritte und Reisen in Sachen Fanfarenzug ermöglichten dem Initiator und Sitzungspräsidenten Richard Stößer und seinem Sitzungsvizepräsidenten Werner Bürkle, einem in Iffezheim wohnenden Vollblut-Karnevalist aus Baden-Baden, dem begeisterten Publikum auf Anhieb ein vollwertiges karnevalistische Programm zu bieten. Neben einigen Akteuren der benachbarten Karnevalsgesellschafen aus Sandweier und Hügelsheim wagten sich auch mutige Iffzer auf die Bühne und in die Bütt: Dieter Degel, Manfred Ell, Günter Fröhling, Gebhard Merkel, Meingold Merkel und Monika Schäfer.